Phishing-Mail im Namen von SERAFE im Umlauf
- ITGenossin
- vor 9 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Heute hat mich eine E-Mail erreicht, die angeblich von SERAFE stammt. Auf den ersten Blick könnte man tatsächlich glauben, dass die Nachricht von der Schweizerischen Erhebungsstelle für die Radio- und Fernsehabgabe kommt.
Doch ein genauer Blick auf den Absender entlarvt die Nachricht:
Angezeigter Name: „Sеrаfе·Ch“
Tatsächliche E-Mail-Adresse: noreply@mymaya.ca
Damit ist klar: Diese Nachricht stammt nicht von SERAFE. Es handelt sich um einen Phishing-Versuch.
In der französischsprachigen Nachricht wird behauptet, dass die nächste Abrechnungsperiode für die Radio- und Fernsehabgabe bevorstehe. Deshalb müsse man seine Haushaltssituation überprüfen und aktualisieren.
Dazu gibt es einen auffälligen Link beziehungsweise Button:
«Déclarer votre situation» – „Ihre Situation angeben“
Genau hier sollte man auf keinen Fall klicken.
Der Absendername kann täuschen
Ein wichtiger Punkt bei Phishing-Mails: Der Name, der im Posteingang angezeigt wird, ist kein Beweis dafür, wer die Nachricht tatsächlich verschickt hat.
Betrüger können dort beispielsweise „SERAFE“, „Post“, „Bank“ oder einen anderen bekannten Namen anzeigen lassen.
Entscheidend ist die tatsächliche E-Mail-Adresse.
In meinem Fall lautet diese:
Was sagt SERAFE selbst?
SERAFE warnt vor Phishing-Angriffen. Insbesondere verschickt SERAFE keine E-Mails mit Links, über die Kundinnen und Kunden aufgefordert werden, Konto- oder persönliche Angaben einzugeben.
Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte deshalb niemals den darin enthaltenen Link verwenden.
Tipps: So schützt ihr euch vor solchen Phishing-Mails
Nicht nur auf den angezeigten Absendernamen schauen. Immer die vollständige E-Mail-Adresse kontrollieren.
Links nicht vorschnell anklicken. Besonders vorsichtig sein, wenn persönliche Daten bestätigt oder aktualisiert werden sollen.
Keine Zahlungs- oder Kreditkartendaten eingeben.
Auf die Domain achten. Bei einer angeblichen SERAFE-Nachricht ist eine fremde Domain wie mymaya.ca ein massives Warnsignal.
Die offizielle Website selbst aufrufen. Nicht über den Link in einer verdächtigen E-Mail gehen.
Bei Unsicherheit direkt beim Unternehmen nachfragen. Dabei ausschließlich die Kontaktdaten von der offiziellen Website verwenden.
Verdächtige Nachrichten als Phishing/Spam melden und anschließend löschen.
Besonders perfide: Der Name sieht fast richtig aus
Bei solchen Nachrichten lohnt es sich auch, den angezeigten Namen genau anzusehen. Buchstaben können durch ähnlich aussehende Zeichen aus anderen Alphabeten ersetzt werden. Für das menschliche Auge sieht der Name dann nahezu identisch aus.
Deshalb gilt:
Nicht dem Namen vertrauen, der gross im Posteingang angezeigt wird – die tatsächliche Absenderadresse kontrollieren.
In meinem Fall war noreply@mymaya.ca der entscheidende Hinweis.
Fazit
Diese Mail zeigt sehr gut, wie Phishing heute funktioniert: bekannte Organisation, seriös wirkender Text und eine Aufforderung, über einen Link persönliche Angaben zu bestätigen.
Mein Rat: Nicht klicken, nichts eingeben und die Nachricht löschen.
Und vielleicht diesen Hinweis weitergeben. Gerade bei gut gemachten Phishing-Mails kann eine kurze Warnung andere davor schützen, in die Falle zu tappen.










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